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Frauke Früchtenicht ist Nachfolgerin von Ronald Hoffmann

© Jugendfeuerwehr Sudwalde

Die neu Gewählten und Funktionäre: Jugendwartin Frauke Früchtenicht, Gemeindejugendfeuerwehrwart Manuel Bolte, Angelina Kiefer, Lena Schacht, Mia Sophie Jentsch, Reymond Regber, Malte Klusmann, Pascal Heitmann, Moritz Bremer, der aus dem Amt scheidende Jugendwart Ronald Hoffmann und Kreisjugendfeuerwehrwart Lars Genthe (von links; es fehlt Schriftwart Maurice Richter).

Sudwalde – Zum letzten Mal im Amt des Jugendwartes begrüßte jetzt Ronald Hoffmann Mitglieder und Gäste zur Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr Sudwalde im Gasthaus Stühring: Er stellte sich bei den Wahlen nicht erneut für diese Funktion zur Verfügung.

Einstimmig wählten die Mitglieder Frauke Früchtenicht zur Jugendwartin. Sie fungierte bislang als Schriftwartin – neuer Schriftwart wurde Maurice Richter. Die Versammlung wählte ferner Lena Schacht als Mädchensprecherin, votierte ebenso einstimmig dafür, Moritz Bremer als Gemeindejugendsprecher zu nominieren. Das Jugendparlament bilden jetzt: Malte Klusmann, Pascal Heitmann, Mia Sophie Jentsch und Angelina Kiefer. Seitens der Eltern prüft im kommenden Jahr Frank Köhnenkamp, seitens der Jugendlichen Reymond Regber die Kasse.

Frauke Früchtenicht dankte Ronald Hoffmann für seine als Jugendwart geleistete Arbeit und überreichte ihm unter anhaltendem Applaus der Versammlungsteilnehmer ein Erinnerungspräsent.

Auch von Jugendlichen hieß es Abschied zu nehmen: Aus Altersgründen scheiden in diesem Jahr Janika Logemann, Finja Logemann, Hannah Meyer, Laura Spormann und Dennis Küfe aus – Ronald Hoffmann verlas eine kurze Zusammenfassung ihrer Jugendfeuerwehrzeit, alle erhielten ein Geschenk, das sie an diese erinnern soll. Aufgenommen in die Jugendfeuerwehr Sudwalde wurden seit der letzten Jahreshauptversammlung Tjalda Appel, Nils Heitmann, Zoe Könenkamp und Mia Sophie Jentsch, weiter ist nach einer Pause Lily Grünwald wieder aktiv dabei. Außerdem eingetreten, aber bereits nicht mehr aktiv dabei, ist Amy Emshoff. Ausgetreten sind Jan Maruschewski, Marian Becke, Aaron Sterzenbach, Simon Sterzenbach, Vanessa Wolf, Nico Beermann, Jason Beermann und Anna Alashvilli. Damit hat die Jugendfeuerwehr aktuell 56 Mitglieder – davon 25 Jungen und 31 Mädchen, 19 kommen aus Sudwalde, 20 aus Affinghausen, 14 aus Schwaförden, jeweils ein Mitglied aus Neuenkirchen und Scholen.

Im Rahmen der Versammlung wurden für das kommende Jahr geplante Termine und Veranstaltungen der Jugendfeuerwehr bekannt gegeben. Zu ihrem „Bunten Abend“ laden die Jugendlichen für Samstag, 18. Januar ein, zum „Bunten Nachmittag“ für Sonntag, 19. Januar und zum „Bunten Vormittag“ für Sonntag, 26. Januar. Zum Kreisjugendfeuerwehrtag in Diepholz reisen sie am 7. Juni, sind beim Kreisjugendfeuerwehrzeltlager vom 18. bis 26. Juli in Cornau mit von der Partie und nehmen am 8. und 9. November am Kreisvolleyballturnier der Jugendfeuerwehren in Stuhr und Weyhe teil.

Artikel auf kreiszeitung.de: https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/schwafoerden-ort59235/jugendfeuerwehr-bekommt-chefin-13237060.html 

 

Crash zwischen Schulbus und Audi: 19-Jähriger nimmt Bus die Vorfahrt

© Behling

Der Fahrer des Schulbusses und drei Schüler sind durch die Kollision leicht verletzt worden. 

Bei einem schweren Unfall im Landkreis Diepholz kollidierte ein Schulbus am Mittwoch mit einem Audi. Der 19 Jahre alte Autofahrer ist schwer verletzt worden.

Sudwalde – Ein Audi kollidierte am Mittwoch gegen 13.45 Uhr in Sudwalde mit einem Schulbus, in dem sich 21 Jugendliche befanden. Der Fahrer des Wagens, ein 19-Jähriger aus Affinghausen, zog sich schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen zu. Drei der Schüler sowie der 44-jährige Busfahrer wurden leicht verletzt.

Nach Angaben von Sprechern der Polizei und der Feuerwehr vor Ort befuhr der 19-Jährige, aus Richtung Affinghausen kommend, die Heerstraße. An der Kreuzung mit der Mallinghäuser Straße hielt er kurz am Stoppschild, fuhr dann wieder an und übersah offenbar den vorfahrtsberechtigten Schulbus, der aus Mallinghausen kommend Richtung Sudwalde unterwegs war. 

Unfall in Sudwalde: Feuerwehr befreit Audi-Fahrer

Es kam zum Zusammenstoß der Fahrzeuge, der Audi wurde in Straßengraben geschleudert. Feuerwehrkräfte befreiten den 19-Jährigen aus seinem Wagen. An dem Fahrzeug entstand Totalschaden, der Schulbus wurde im Frontbereich beschädigt. 

Der Fahrer des Audi wurde bei dem Unfall im Kreuzungsbereich Heerstraße/Mallinghäuser Straße schwer verletzt.

© Behling

Aufgrund der Unfallbeteiligung des Schulbusses ging die Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle in Diepholz vorsorglich von einem „Massenanfall an Verletzten“ aus. 28 Kräfte aus den Ortsfeuerwehren Sudwalde und Schwaförden sowie der Technischen Einsatzleitung Süd der Kreisfeuerwehr kamen zum Einsatz, dazu Notärzte, vier Rettungswagenteams und sieben Polizeibeamte. Ein Ersatzbus wurde organisiert, der die Jugendlichen, begleitet von einem Polizeibeamten, weiterbeförderte.

Erster „Winterzauber“ in Sudwalde

Im kleinen Laden auf dem Hof an Harmsmeyers Weg, den Tanja Stelloh und Melanie Fehse für den „Winterzauber“ eingerichtet haben, sehen sich Elisabeth und Wilhelm Buschmann um (von links). Foto: Behling

Sudwalde – Mit dem „Offenen Garten“ in Sudwalde, zu dem Melanie Fehse in den Sommermonaten mehrfach auf den ehemaligen Bauernhof an Harmsmeyers Weg 62 eingeladen hatte, war Ende Oktober für dieses Jahr Schluss. Sie und Mitstreiterin Tanja Stelloh haben aber Lust auf mehr – beim Kaffeetrinken entwickelten sie vor wenigen Wochen spontan die Idee, einen Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen: Für die Adventssonntage 1., 8. und 15. Dezember, jeweils von 11 bis 18 Uhr, laden sie zum ersten „Winterzauber in Sudwalde“ ein.

Kein Markt mehr auf Tannenhof Steinsvorde

„Ich hatte zufällig gehört, dass Buschmanns mit dem Weihnachtsmarkt auf ihrem Tannenhof Steinsvorde in Blockwinkel aufhören“, erzählt Tanja Stelloh am Mittwoch beim Treffen im Wohnzimmer von Melanie und Lars-Peter Fehse, das mit seinem prasselnden Kaminfeuer – nebst Diele, der Scheune und einem kleinen Laden – Teil des „Winterzaubers“ sein wird. Dazu ein kleines „Holzhüttendorf“ im Garten: Drei der vier Verkaufsstände stammen vom Tannenhof Steinsvorde, und Elisabeth und Wilhelm Buschmann haben am Mittwoch noch Lichterketten und Ersatzglühbirnen als „Mitbringsel“ dabei. Ja, ihren Weihnachtsmarkt – es wäre in diesem Jahr der 25. gewesen – gibt es nicht mehr, bestätigt Wilhelm Buschmann, „wir verkaufen keine Tannenbäume mehr ab Hof. Ansonsten geht es wohl noch zwei, drei Jahre weiter“, der 65-Jährige verweist schmunzelnd auf „hartnäckige Stammkunden“, teils in Hamburg oder Berlin, für die man noch Tannen in größeren Stückzahlen für weihnachtliche Events liefere. Mit Sohn Christian, heute „Chef“ des landwirtschaftlichen Betriebes, trafen Buschmanns die Entscheidung, den Weihnachtsmarkt einzustellen. Neben immer mehr Anbietern von Weihnachstbäumen zu Schleuderpreisen nennt Wilhelm Buschmann eine Fülle weiterer Auflagen, die man für die Großveranstaltung hätte erfüllen müssen, als Grund. Das Ehepaar unterstützt nun das Projekt Winterzauber, „deine Flyer sind wir schon los“, kann Elisabeth Buschmann Melanie Fehse melden.

Das Duo Fehse/Stelloh kann für den Adventsmarkt auf große Unterstützung von Familie und Freunden zählen. In der Kürze der Zeit war es gar nicht so einfach, Aussteller mit freien Terminen zu finden, berichtet Tanja Stelloh – die besondere romantische Atmosphäre, die den kleinen Markt auszeichnen soll, habe sich aber als gutes Argument erwiesen. Tatsächlich kommen an den drei Adventssonntagen rund zehn Anbieter nach Sudwalde – jeweils unterschiedliche. Zwei Euro kostet der Eintritt, mit der Karte kann man dann, wenn man möchte, an jedem der drei Tage dabei sein. Das Angebot ist vielfältig: „Es gibt Schmuck aus Pferdehaar, am ersten Advent zeigt eine Glasbläserin, wie man tolle Christbaumkugeln herstellt, ein Künstler stellt Holzskulpturen mit der Motorsäge her, man kann Postkarten aus Holz, Tonarbeiten, Taschen, Windlichter, Stickereien, Silberschmuck und vieles mehr erwerben“, nennt Melanie Fehse Beispiele. Für Musik sorgt am ersten Advent ihr Vater am Keyboard, am zweiten Rainer Wölk mit Gitarre und Gesang, am dritten die Chorgemeinschaft Mellinghausen. Es gibt Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, Glühwein, Kinderpunsch, Bratwurst, Knipp und Waffeln. Am zweiten Advent bietet Familie Becker aus Kirchdorf Tannenbäume zum Verkauf an – und an allen drei Sonntagen besucht, zwischen 16 und 17 Uhr, der Weihnachtsmann den „Winterzauber“.

Artikel auf kreiszeitung.de: https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/schwafoerden-ort59235/erster-winterzauber-sudwalde-13219320.html 

„Tafelfreuden“ im Wohnzimmer

© mks

Bieten Tafelfreunden im Wohnzimmer-Restaurant: Renate Hudemann (links) und Thekla Twietmeyer.

In der Schweiz heißt es „Wohnzimmer-Jause“, in New York „Supper Club“, in den Niederlanden „Huiskamer Restaurant“: In aller Welt gibt es Hobbyköche, die Freunde und Gäste gegen einen Unkostenbeitrag in ihren eigenen vier Wänden bewirten. Sie eint die Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln und ihre achtsame Zubereitung sowie die Begeisterung für Tafelfreuden und gehaltvolle Gespräche in ungezwungener Atmosphäre.

Sudwalde – „Ich habe vor einigen Jahren einen Bericht darüber im Fernsehen gesehen und gedacht: ‚Dazu habe ich auch Lust‘“, sagt Renate Hudemann (73). Thekla Twietmeyer (69) hatte viele „kulinarische Ideen“ im Gepäck, als sie 2018 nach 16 Jahren ihren Wohnort von Dresden wieder in die alte Heimat verlegte. Die beiden fanden zusammen und entwickelten ihr individuelles Konzept für ein Wohnzimmer-Restaurant in Sudwalde.

Beide sind erfahrene Köchinnen. Thekla Twietmeyer, die ein privates Catering-Unternehmen betreibt, hatte in ihrer Villa in Dresden regelmäßig musikalisch-kulinarische Salonabende ausgerichtet. Renate Hudemann war seinerzeit Hauswirtschaftsleiterin und ehrenamtliche Geschäftsführerin des Party-Service-Pilotprojekts „Landfrauenverein-Service GmbH“ – eine perfekte Ergänzung.

Ihre Freude an Geselligkeit und dem Bewirten von Gästen hat sie zu diesem Schritt bewogen – ein Zeichen in einer Zeit, in der die sozialen Treffpunkte weniger werden. Thekla Twietmeyer: „Die Verantwortung für die Gesellschaft hört nicht auf, wenn die Kinder 18 sind.“ Wichtig ist den Initiatorinnen die sorgsame Auswahl der Zutaten, aus denen sie ihre Menüs zaubern. Wild beziehen sie von Jägern aus der Nachbarschaft, Gemüse und Kartoffeln vom Sudwalder Biohof, Milchprodukte von der Asendorfer Molkerei, Geflügel und Rindfleisch von kleinen Betrieben aus der Region. „Möglichst saisonal und unverpackt“, heißt der Leitgedanke der beiden Sudwalderinnen, die mit Herz und Gespür für das Wesentliche kochen und Abende gestalten.

Nicht-kommerzielles Angebot

Für die Idee „Tafelfreuden“ konnten Hudemann und Twietmeyer die Theater-, Film- und Medienwissenschaftlerin Franziska Faust gewinnen, die im Februar ein veganes Menü zubereiten wird. Spannend findet das Trio den Gedanken, Gäste unterschiedlicher Couleur an ihren Tafeln zu versammeln. Neben leckerem Essen sind angeregte und anregende Gespräche Programm. Dass das gelingt, zeigte sich bei der Premiere am 13. Oktober.

Die Tafelrunden sind ein nicht-kommerzielles Angebot, der Kostenbeitrag von 58 Euro pro Person deckt die Aufwendungen; Getränke werden getrennt abgerechnet Aktuelles und rechtliche Hinweise sind auf der Internetseite www.kulturwege.com unter dem Link „Tafelfreuden“ abrufbar. Die Buchung ist telefonisch und per E-Mail möglich, unter den Kontaktdaten erhalten interessierte Gäste außerdem weitere Informationen (Thekla Twietmeyer, Tel. 0 42 47 /91 98 41 45 19, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Renate Hudemann, Tel. 0 42 47 / 2 29, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Franziska Faust, Tel. 01 51 / 50 22 50 77, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).  mks

Die Tafelrunden-Termine 2019/2020

Samstag 16. November 2019, 17 Uhr: „Einstimmung auf den Geschmack kommender Festtage“ bei Renate Hudemann, Mallinghäuserstraße 15, Sudwalde.

Samstag 25. Januar 2020, 17 Uhr: „Grünkohl-Variationen in Craft-Beer-Begleitung“ bei Thekla Twietmeyer, Menninghausen 3a, Sudwalde.

Samstag, 29. Februar 2020, 17 Uhr: „Raffiniert und vollmundig – ein veganes Menü“ bei Franziska Faust, Benser Straße 167, Sudwalde.

Artikel auf kreiszeitung.de: https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/schwafoerden-ort59235/tafelfreuden-wohnzimmer-13165857.html 

 

K-Scheune fördert kulturelles Leben

Die „K-Scheune“ auf dem Hof von Familie Wende gibt dem Verein den Namen. Das Dach des Veranstaltungsortes soll noch wärmegedämmt werden, Franziska Faust bietet ihre ersten Kinder- und Jugendtheaterkurse daher im Heuerlingshaus an. Foto: Behling

Sudwalde – Ohne groß Staub aufzuwirbeln, riefen einige Sudwalder Anfang Juni den Verein „K-Scheune“ ins Leben. Ihr Ziel? „Die Förderung von Soziokultur und Permakultur“, sagt Initiatorin Franziska Faust und schiebt gleich eine Definition nach, die keiner Entschlüsselung bedarf: „Es geht darum, dass Menschen hier in der Gegend an mehr kulturellen Angeboten teilhaben können. Wir wollen über Projekte und Workshops Dinge zeigen, es ermöglichen, Sachen auszuprobieren, auch mal bekannte Referenten für bestimmten Themen gewinnen.“ Sie selbst bietet einen Kinder- und einen Jugendtheaterkursus an, beide beginnen am Dienstag, 22. Oktober.

Das „K“ im Vereinsnamen könne für vieles stehen, Kommunikation, Kreativität, Kunst, Kultur. Und die Scheune gibt es tatsächlich, in Franziska Fausts Nachbarschaft auf dem Hof der Familie Wende an der Benser Straße: „Die haben wir witzigerweise schon immer K-Scheune genannt.“ Das Innere des urigen Backsteinbaus bewegt sich zwischen Wohnzimmer- und Pub-Atmosphäre, soll Treffpunkt beziehungsweise Bühne für Aktivitäten des Vereins sein, dem bereits ein Dutzend Mitglieder angehören. Keine geschlossene Gesellschaft, „wir sind auf jeden Fall offen für neue Leute“, betont Franziska Faust.

Eine bunte Mischung an kreativen Fertigkeiten sei vertreten. Den Vereinsvorsitzenden Andreas Kaiser beschreibt Franziska Faust (die zweite Vorsitzende ist) als leidenschaftlichen Musiker, er spielt Saxofon und bittet einmal im Monat zur Jamsession in die Scheune. Merlin (Kassenprüfer) und Lena Wende (Kassenwartin; Mutter Annette ist Schriftführerin), die sie bereits seit ihrer Schulzeit kennt, „haben beide einen handwerklichen Background und auf dem tollen Resthof schon vieles selbst gemacht.“ Auch eine Grafikdesignerin finde sich in den Reihen von „K-Scheune“ – und mit Yanila Gosewisch eine Verwandte der Familie Wende aus Brasilien, die derzeit in der Region im Ökolandbau ihre Ausbildung in Sachen Permakultur vollendet. Dabei geht es vordergründig darum, Pflanzen so anzubauen, dass sie ein dauerhaftes, sich selbst erhaltendes Ökosystem bilden, die Philosophie beinhalte aber mehr, „die Sorge für die Menschen, für die Tiere und die Erde. Das kann man super auf den kulturell nachhaltigen Teilhabeansatz projizieren“, findet Franziska Faust.

Die 32-Jährige selbst stammt aus Affinghausen, widmete sich schon als Jugendliche der Schauspielerei. Sie studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Wien, arbeitete dort an Theatern, später in Bremen an der Moks-Theaterschule und in der Evangelischen Erwachsenenbildung, auch als Kulturpädagogin in Achim. Im Februar zog Franziska Faust mit Ehemann Daniel und den Kindern Marla (5) und Jaromir (2) zurück in die heimische Region.

Der Kinder-Theaterkursus für Sechs- bis Elfjährige beginnt am kommenden Dienstag um 16 Uhr, der für Jugendliche um 17 Uhr – im Heuerlingshaus in Sudwalde, da in der Scheune noch die Wärmedämmung aussteht. „Die Mittel des Theaters bieten die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren und einmal in eine andere Rolle zu schlüpfen. Dabei schult es die Präsenz und erweitert die eigene Perspektive um neue künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten“, weiß Franziska Faust. Am Inhalt werde die Gruppe gemeinsam, immer dienstags, arbeiten, „erst einmal geht es um die Begegnung mit Theaterspielen und dem Körper in unterschiedlichen Rollen.“

Die Teilnahme kostet 40 Euro, als Finale der beiden Kurse stellt sich Franziska Faust eine Präsentation am Sonntag, 1. März vor. Interessierte Kids können sich gern bei ihr melden (Tel. 01 51 /50 22 50 77).

Für Samstag, 2. November, bestücken die Mitglieder des Vereins „K-Scheune“ einen Flohmarkt in der Scheune auf dem Hof der Familie Wende. Der beginnt um 10 Uhr, auch Kunsthandwerker bieten dann Waren feil, kündigt Franziska Faust an. „Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Für den Abend, 19 Uhr, laden wir zu einer Jamsession mit einigen Musikern ein – wer genau dabei ist, wird noch nicht verraten.“

Artikel auf kreiszeitung.de: https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/schwafoerden-ort59235/k-scheune-foerdert-kulturelles-leben-13120094.html 

 

„Wir wollen zeigen, dass wir feiern können“

 

Die „Sudwohler Deerns und Jungs“ haben alles im Griff. Und Spaß. Fotos: Kurth-Schumacher / Privat

Sudwalde – „Unsere Jugendlichen haben alles im Griff – toll, was sie hier auf die Beine stellen“, stellten die Zaungäste fest, die sich Samstagmittag am Treffpunkt der Erntewagen auf der Wiese am Dorfgemeinschaftshaus eingefunden hatten.

Das Lob galt den 33 „Sudwohler Deerns und Jungs“ im Alter zwischen 16 und 25 Jahren, die auch in diesem Jahr mit Unterstützung des Heimatvereins Sudwalde und Familie Wermke von der Gaststätte Friedrich Verantwortung für die Traditionsveranstaltung übernommen hatten.

Die „Deerns und Jungs“ starteten mit einem mit Erntegaben und frischem Grün dekorierten Gespann. „Wir haben den ‚Rave-Train‘, mit dem wir letzte Woche beim Erntefest in Affinghausen unterwegs gewesen sind, noch einmal umgeschmückt“, sagte Kevin Kohröde. Über die gute Resonanz auf den Aufruf der Dorfjugend, sich am Umzug zu beteiligen, war er selbst überrascht.

Insgesamt elf Wagen mit jeweils starken Besatzungen sammelten sich am Treffpunkt.

Die „Hachetaler Zugvögel“, Fanclub des SC Paderborn 07, waren ebenso dabei wie der Ernteclub Sudbruch, die Dorfjugend Affinghausen, die Clique „Buff-Boys“ (Mean Machine), die „Nobers“ der Ringstraße und die Anlieger des Wiesengrunds.

Auch eine Abordnung aus dem Ahornweg aus Affinghausen gesellte sich zu den Teilnehmern. Der Schützenverein Bensen-Eitzen hatte sein Gefährt ganz im Zeichen des 950-jährigen Bestehens der Ortschaft geschmückt. Erstmals war die Dorfjugend aus Albringhausen-Schorlingborstel dabei. „Die Sudwalder sind immer bei uns; heute machen wir einen Gegenbesuch“, sagte Marcel Köhler und schwor die 13-köpfige Mannschaft auf die Losung ein: „Wir wollen zeigen, dass wir feiern können.“ Ihnen winkte als Dank für die Teilnahme ein „Meter Bier“.

Das galt auch für Markus Kauling, der mit einem Oldtimer-Hanomag die Erntekrone samt Eskorte kutschierte. Und für die „Helden der Landwirtschaft“: Sie tuckerten mit ihrem „Schweinewagen“ als letzte am Dorfgemeinschaftshaus ein.

Erster Station des Erntewagenumzugs war die Residenz der Erntemajestäten Madleen Lesemann und Marvin Heppner in der Ringstraße. Das Erntekönigspaar trug hier den ersten Teil ihres Erntegedichts vor.

Ein „Running Gag“: Traditionsgemäß präsentierten die Regenten der Erntegesellschaft zunächst einen geschmückten Reisigbesen, den sie dann gegen eine prächtige, „von Mädchenhänden schön gebundenen“ Krone austauschten.

In der Gaststätte Friedrich folgten die Ehrentänze und eine Ansprache von Bürgermeister Rainer Klusmann sowie ein Auftritt der DRK-Tanzgruppe um Birgit Hoffmann.

Die Erntesymbole wechselten im Rahmen von Auktionen ihre Besitzer: Als Meistbietende sicherten sich Marcel Kemker und Lukas Meyer die Krone, Birgit Heppner erstand den „amerikanisch“ versteigerten Besen.  mks

 

Artikel auf kreiszeitung.de: https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/schwafoerden-ort59235/wir-wollen-zeigen-dass-feiern-koennen-13034639.html 

Projekt Tepestraße als „Finale“

Eine neue Pflasterung und eine bessere Oberflächenentwässerung soll die Tepestraße bekommen – die Ratsmitglieder beschlossen mehrheitlich, das Projekt im Rahmen der Dorferneuerung in Sudwalde weiterzuverfolgen. Foto: Behling

Sudwalde – Die Dorferneuerung in Sudwalde läuft am 31. Dezember 2020 aus – als „die letzte größere für uns vorstellbare öffentliche Maßnahme“ aus dem Ideenkatalog bezeichnete Bürgermeister Rainer Klusmann in der Sitzung des Gemeinderates am Mittwochabend im Gasthaus Stühring die Umgestaltung der Tepestraße. Eine neue Pflasterung und eine bessere Oberflächenentwässerung für die rund 195 Meter lange Verbindung zwischen Mallinghäuser Straße und Affinghäuser Straße: Vor über zehn Jahren bezifferte eine Kostenschätzung das Projekt auf 120 000 Euro, „nun sind es sage und schreibe 220 000 Euro geworden“, bezog sich Klusmann auf Zahlen, die Ende März die Planungsgemeinschaft Sudau GmbH lieferte.

„Auch als Nicht-Sudwalder würde ich sagen, dass dies eigentlich von vorneherein das wichtigste Vorhaben der ganzen Dorferneuerung war, wir sprechen sozusagen über ,Sudwalde Downtown‘, und jeder kennt den Zustand der Straße“, erklärte Gemeindedirektor Helmut Denker.

Er habe Bauchschmerzen mit dem Vorhaben, sagte Ratsherr Reinhard Müller. Die Bäckerei und den Gemischtwarenladen, für die man eine besondere Aufenthaltsqualität habe schaffen wollen, gebe es in der Form heute nicht mehr. Ferner habe er Fehler in der Kostenschätzung ausgemacht, der Schmutzwasserkanal, der in der Mitte liegt, sei darin überhaupt nicht betrachtet und die unzureichende Oberflächenentwässerung nicht gelöst worden. Helmut Denker merkte an, dass man sich vielleicht „anderweitig orientieren sollte“, was die weitere Planung angeht – konkret schlug er vor, hier auf den Wegezweckverband Syke zurückzugreifen. Reinhard Müller konstatierte eine „sehr heißlaufende Konjunktur“ im Baubereich, mit entsprechenden Preisen. Er plädierte dafür, die Straßensanierung zu verschieben, auch, „wenn der Drops Dorferneuerung dann gelutscht sein wird.“ Heinrich Wilkens zeigte sich davon überzeugt, dass die Pflasterung billiger zu haben sei, als in der Kostenschätzung veranschlagt.

Nach längerer Diskussion beschlossen die Ratsmitglieder – bei einer Gegenstimme von Reinhard Müller und einer Enthaltung von Philip Friedrichs – den Wegezweckverband Syke mit einer neuen Kostenermittlung und Planung zu beauftragen und einen Förderantrag für das Projekt im Rahmen der Dorferneuerung zu stellen.

Geringfügiges Plus im Nachtragshaushalt

Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Gemeinderates Sudwalde den Nachtragshaushalt 2019, zu dem Helmut Denker wesentliche Zahlen nannte. „Bei einem Gesamtvolumen von 841 400 Euro verbessert sich das Jahresergebnis um sage und schreibe 5 700 Euro auf nunmehr 14 800 Euro.“ Die Hauptveränderung ergebe sich bei den Gewerbesteuereinnahmen: Die schlagen nun mit 124 800 Euro zu Buche – 25 800 Euro mehr, als ursprünglich veranschlagt. „Zum Liquiditätsbestand, also dem, was ,cash‘ in der Kasse ist: Das werden zum Jahresende voraussichtlich rund 473 000 Euro sein.“

Brücke über Sudwalder Beeke ist „komplett“

Die Brücke im Zuge der Wiefhäuser Straße über die Sudwalder Beeke ist seit Anfang der Woche wieder „komplett“: Das Bauhofteam montierte die Geländer. Die „glänzen wieder hell“, konstatierte Bürgermeister Rainer Klusmann. Sein Dank galt Maik Ziegler, der die Geländer kostenlos zum Sandstrahlen und Schweißen zu einer Firma nach Harpstedt transportiert und sie – nach dem Verzinken in einem anderen Betrieb – auch wieder abgeholt hatte. Sie sind jetzt nicht mehr in der Brücke (eigentlich ein Rohrdurchlass, merkte Ratsherr Reinhard Müller an) verankert, sondern außen angebracht. Das schafft mehr Platz, auch ist das Bauwerk bei der Neubetonierung, die Anfang des Jahres abgeschlossen worden war, etwas in die Breite gewachsen – und damit kein „Nadelöhr“ mehr für landwirtschaftliche Maschinen, so Rainer Klusmann. Reifenspuren und Fußabdrücke sind im Beton verewigt, dazu habe er Kritik aus der Bevölkerung gehört. „Es ist keine Durchgangsstraße und ich glaube, die Anlieger sind damit komplett zufrieden.“

Bürgermeister dankt Ehrenamtlichen

Bürgermeister Klusmann nutzte die Sitzung, um Dank für ehrenamtliches Engagement auszudrücken – zum einen den Organisatoren und Helfern, die Bensens 950-Jahr-Feier zu einer „großen Party“ gemacht hätten. Dank galt auch Edgar Harnack, der 18 Jahre lang das Heuerlingshaus und die dort logierenden Gäste betreut hatte. Familie Wirth habe sich bereit erklärt, künftig die Schlüssel in ihrem gleichnamigen Autohaus zu verwahren und den Gästen auszuhändigen. Klusmann dankte auch Wilhelm Behrmann, der 14 Jahre als Getränkewart im Dorfgemeinschaftshaus gewirkt hatte. Für ihn sei noch kein Nachfolger gefunden.

Artikel auf kreiszeitung.de: https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/schwafoerden-ort59235/projekt-tepestrasse-finale-13021605.html  

„Klein, aber lebensfähig“

Ein besonderer Einblick in Landwirtschaft einst.

Bensen – 141 Einwohner zählte die Ortschaft im Jahr 1755, für 1950 wurden immerhin 322 notiert und aktuell sind es wieder um die 120. der heutige Ortsteil der Gemeinde Sudwalde feiert am Samstag, 31. August, sein 950-jähriges Bestehen. Und wer immer wissen wollte, wo genau eigentlich Bensen liegt, der macht sich am Samstag zu 13 Uhr auf in die Idylle an der Hache.

Die Dorfgemeinschaft feiert das stattliche Jubiläum als eine der ältesten Gemeinden im Landkreis Diepholz nicht mit der Erinnerung an große Ereignisse, die die Welt bestimmen.

Keine großen Ereignisse

„Über ein so kleines Dorf wie Bensen berichten die Akten natürlich sehr wenig. Große geschichtliche Ereignisse haben sich hier sowieso nicht abgespielt, und man ist froh, wenn man auch bei gezielter Durchsicht der Akten wenigstens gelegentlich einmal den Namen Bensen findet.“ Das hat Kreisarchivar Dr. Hans Gerke vor 50 Jahren anlässlich der 900-Jahr-Feier lapidar festgestellt.

In einer Akte allerdings war notiert vom Plaggenhieb in den Wäldern, der sich ein Jahrhundert hingezogen habe. „Aber wen interessiert das heute noch?“, fragte Gerke.

Bensens Haus-Historiker Heinrich Meyer listet 36 Häuser auf, einzeln gelegene Höfe, ein gewachsenes Dorfbild, das sich bis heute erhalten habe. Manche Straßen und Wege verlaufen unter einem dichten Dach an Baumkronen, man spricht von der „Benser Schweiz“. Die Landwirtschaft prägt das Bild, obwohl: Von den einst 37 Betrieben (1939) sind heute nur noch vier aktiv. Die Ländereien seien verpachtet. Die Idylle haben andere für sich entdeckt: Ehemalige Heuerlingshäuser seien heute zum Teil als Wochenend-Domizil vermietet, sagt Heinrich Meyer.

Wer hier wohnt, der pendelt zur Arbeit, denn vor Ort befindet sich nur, das aber seit über 100 Jahren, eine Sägerei mit Zimmerei und Tischlerei sowie seit über 30 Jahren eine Fachwerkstatt für Zeitmesstechnik.

Dessen Betreiber Eckhard Alfken hat für das Jubiläum am Samstag eine Bilderschau zusammengestellt. Er hat alte Fotos gesammelt (das älteste aus dem Jahr 1917), eingescannt, wieder zurück an die Besitzer gegeben: So finden sich aus allerlei Fotoerinnerungen viele Ereignisse und Dorffeste wieder.

Mehrere Hundert Bilder hat Alfken gesichtet und daraus eine gut einstündige Bilderschau „Gut 100 Jahre in 112 Minuten“ erstellt, die den Betrachtern erlaubt, in die Dorfgeschichte einzutauchen. Gezeigt wird sie im Schützenhaus.

„Bensen ist zwar klein, aber es hat sich als lebensfähig erwiesen. Wenn es den Bensenern gelingt, auch die junge Generation mit der Liebe zur Heimat und zur Landwirtschaft zu erfüllen, dann wird Bensen, auch wenn es einer größeren politischen Einheit angeschlossen werden sollte, ein kleines und stilles, aber ein lebendiges und blühendes Dorf bleiben: diese Vision von Kreisarchivar Gerke aus dem November 1969 haben sich die Bensener zu Herzen genommen.

Dreh- und Angelpunkt ist der Schützenverein, der mehr Mitglieder zählt, als Bensen Einwohner hat, sportlich aktiv ist und eine intensive Jugendarbeit betreibt.

Der Begriff Dorfgemeinschaft trifft auf die Bensener punktgenau zu: Gemeinschaftsaktionen sind es ständig, die das Ortsbild verschönern helfen. Etwa der Landschaftsgarten, Anpflanzungen an Straßen und Wegen, Obstbäume ersetzen Pappeln. Die gemeinschaftlichen Grünpflegearbeiten mündeten 1990 erstmals im gemeinsamen „Benser Ausflug“, der seitdem jährlich stattfindet.

Wer wissen möchte, wie eine lebendige Dorfgemeinschaft im Jahr 2019 funktionieren kann, feiert am Samstag mit. Das offizielle Programm mit Festrednern im Festzelt auf dem Schützenplatz solle etwa eine Stunde dauern.

Der Stein, der an das Jubiläum erinnert, wird nicht nach dem Festakt besucht: Wenn alle im Festzelt sind, will man sie daraus nicht vertreiben. Die Jagdhornbläser spielen, eine Blaskapelle. Für Kinderanimation ist gesorgt, für rollstuhlgerechte WC-Kabinen, für Speis und Trank.

Der Partyauftakt am Samstag erfolgt um 18 Uhr: Mit Freibier und alkoholfreien Getränken und der Frage – wieviel Liter davon passen in 950 Sekunden durch die Kehlen der Gäste?   sis

Festprogramm 

10 Uhr Kranzniederlegung am Denkmal 

ab 12 Uhr Anreise, Begrüßungen der Gäste, Bratwurstbude geöffnet 13 Uhr 

Offizieller Festakt im Festzelt mit Begrüßung durch die Jagdhornbläser, Gastredner: Landrat Cord Bockhop, Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker, Bürgermeister Rainer Klusmann, Pastor Wiardus Straatmann 

Kaffee, Kuchen mit Klönschnack, Ständchen der Jagdhornbläser sowie einer Blaskapelle 

Kinderanimation und große Hüpfburg 

Im Schützenhaus: Fotofilm zum Ort und den Menschen aus Bensen Gastronomie durch Festwirt Lars Lässig 

18 Uhr Partyauftakt mit 950-Sekunden-Freibier und alkoholfreien Getränken, Musik mit DJ Jan-Philipp Wilken

Artikel auf kreiszeitung.de: https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/schwafoerden-ort59235/klein-aber-lebensfaehig-12951867.html